Donnerstag, 31. Dezember 2015

Lesezeichen: Bücher im Dezember

Nachdem ich es im November nicht geschafft habe, einen Post über Bücher zu schreiben, hatte ich über die Weihnachtstage wieder mehr Zeit um zu lesen und darüber zu schreiben:

Bildquelle: hier                                                             Bildquelle: hier

Der Fall Moriarty von Anthony Horowitz

Einer meiner absoluten Serienlieblinge in den vergangenen Jahren ist SHERLOCK. Benedict Cumberbatch gefällt mir als Sherlock Holmes einfach viel viel besser als der alberne Robert Downey Jr. Um die Zeit bis zum Erscheinen der nächsten Sherlock-Staffel zu überbrücken, habe ich "Der Fall Moriarty" gelesen und es hat sich wirklich gelohnt!
Die Geschichte spielt wieder zur "echten" Sherlock-Holmes-Zeit, Ende des 19. Jahrhunderts, und knüpft an die Ereignisse nach dem Sturz an den Reichenbachfällen an. Ermittlelt wird daher nicht vom großen Profi selbst, sondern von Inspector Athelney Jones von Scotland Yard. Unterstützt wird Mr. Jones hierbei von dem amerikanischen Privatdetektiv Frederick Chase, aus dessen Sicht die Handlung auch geschildert wird. Ihr Gegenspieler ist der Verbrecherkönig Clarence Devereux, der seine Geschäfte von New York auf London auszudehnen plant. Um dieses Vorhaben zu vereiteln und Devereux zu überführen, ermittelt Inspector Jones als dessen glühender Bewunderer in bester Sherlock-Holmes-Manier um den Fall akribisch zu lösen. Sowohl er als auch Mr. Chase sind sympathische Protagonisten und mir hat das Lesen wirklich Spaß gemacht. Und natürlich spielt auch Professor Moriarty letztlich eine tragende Rolle in dem Fall...   

Anthony Horowitz: Der Fall Moriarty
Erschienen bei: Insel Verlag
343 Seiten

Immer wieder du von Paige Toon

Seit dem ersten Buch, das ich von Paige Toon gelesen habe, warte ich sehnsüchtig jedes Jahr auf ihren neuen Roman. Über die Feiertage habe ich wieder einmal "Immer wieder du" gelesen, denn was passt besser zu Weihnachten als eine herzerweichende Romanze?
Besonders gut gefallen mir die Schauplätze von Paige Toons Romanen - diesmal ist es Australien, genauer Adelaide und Sydney. Obwohl Lily gerade einen Heiratsantrag von ihrem Freund Richard angenommen hat, ist sie nicht ganz mit dem Herzen bei der Sache. Grund dafür ist ihre erste große Liebe Ben, den sie auch nach 10 Jahren nie vergessen konnte. In einer Rückblende erzählt Lily, wie sie Ben kurz nach ihrem Umzug von England nach Australien kennenlernte. Während eines Ferienjobs in einem Naturschutzpark verliebte sie sich in ihn, letztlich kamen sie aber nicht zusammen. Trotzdem kann sie ihn nie vergessen und als sie ihn kurze Zeit nach Richards Heiratsantrag zufällig wieder trifft, steht plötzlich alles Kopf. 
Die Geschichte ist einfach wunderschön erzählt ohne dabei nur aus kitschigen Dialogen zu bestehen. Auch beim zweiten Lesen habe ich so mit Lily mitgefiebert und ihr ein glückliches Ende gewünscht! Hach ja... :) Für Paige Toon kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen!

Paige Toon: Immer wieder Du
Erschienen bei: FISCHER Taschenbuch
432 Seiten

Und nun allen einen guten Rutsch ins neue Jahre 2016!!!

Montag, 28. Dezember 2015

Nadel und Faden: Die Jacquardjacke

In Büdingen, ca. 35 km nordöstlich von Frankfurt am Main, findet jeden September rund um das Büdinger Schloss eine Landpartie statt. Dabei gibt es lauter gediegene Dinge zu bestaunen – Gartengeräte, Mode, Einrichtungsgegenstände und vieles mehr. Vor einigen Jahren fand während der Landpartie auch eine Modenschau des Labels Meier.Meier statt. Hierbei wurden wunderschöne, bunt gemusterte Jacken und Kleider vorgestellt, kombiniert mit Federhüten und anderen ausgefallenen Accessoires – alles, was die Dame von Welt so braucht. :) In Anlehnung an diese Stücke von Meier.Meier habe ich mich an einer ähnlichen Jacke versucht:
 

Bei dem Stoff handelt es sich eigentlich um einen Polsterstoff, den meine Mama durch Zufall in einem Einrichtungsgeschäft entdeckt hatte. Trotzdem eignete er sich super, da er die optimale Festigkeit hat. Für das Futter habe ich einen petrol-türkisfarbenen Stoff gewählt – ich finde es immer schön, wenn der Futterstoff zum Hauptstoff passt, aber trotzdem ein farblicher Blickfang ist.


Als Schnittmuster habe ich einen Jackenschnitt aus dem Burda Modemagazin Dezember 2007 verwendet. In der Nähanleitung wurde empfohlen, die gesamten Vorderteile der Jacke mit Vlieseline zu verstärken – also habe ich das auch gemacht und mir fest vorgenommen, es bei künftigen Jackenprojekten zu wiederholen. Die Vorderteile der Jacke wirkten dadurch viel glatter und hochwertiger, außerdem können sich die Nähte und Nahtzugaben nicht durchdrücken. Das Schnittmuster habe ich 1:1 verwendet und auch während des Nähens kaum Änderungen daran vornehmen müssen. Insgesamt ließ sich der Schnitt gut umsetzen, auch der Schalkragen war nicht zu nähen.


Im Original wird die Jacke mit einem Knopf verschlossen. Da ich mir einen möglichst unauffälligen Verschluss gewünscht habe, hatte ich zunächst einen Magnetknopf angebracht. Dieser Verschluss war allerdings zu schwach und sprang bei jeder Bewegung auf. Also habe ich mich doch auf die Suche nach einem richtigen Knopf gemacht und zwei braun schillernde Knöpfe erstanden. Das entsprechende quer liegende Knopfloch ließ sich jedoch aufgrund der vielen Stofflagen an der Kante nicht gut nähen. Der Stoff war so dick, dass die Maschine ihn gar nicht gleichmäßig weitertransportieren konnte und das Knopfloch viel zu klein geriet. Also habe ich es wieder aufgetrennt und das Knopfloch kurzerhand hochkant eingenäht. Ist zwar nicht ganz richtig für eine Jacke, aber ich konnte mir auf diese Weise viel Ärger ersparen.


Müsste ich die Jacke heute nochmal nähen, würde ich sie etwas länger schneidern und vermutlich auch einen anderen Schnitt wählen. Der runde Ausschnitt ist irgendwie schwierig zu kombinieren – glatte T-Shirts sehen seltsam dazu aus und auch die Bluse gefällt mir nur in Kombination mit einem Schal oder anderem schmückenden Beiwerk um den Hals herum. Aber dieses Risiko muss man (zumindest gemäß meiner bisherigen Erfahrungen) beim Nähen eingehen - wie das fertige Kleidungsstück an der Näherin selbst aussieht und ob einem der Schnitt wirklich steht, erfährt man erst hinterher. Trotzdem gefällt mir der Stoff nach wie vor sehr gut – die Jacke ist halt ein Liebhaberstück.

Habt ihr schon einmal einen ähnlichen Jackenschnitt vernäht? Und wenn ja, wie kombiniert ihr die Jacke?

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Nadel und Faden: Das karierte Etuikleid


Kleider haben es mir einfach angetan – ich kann gar nichts dagegen machen. Und dank der gedeckten Farben und  des dezenten Musters ist dieses Kleid auch wirklich ein Modell für den Alltag und das Büro.
Karos stehen allgemein bei mir sehr hoch im Kurs; leider sind sie jedoch je nach Größe und Farbe des Musters auch nicht leicht zu verarbeiten. Vor allem großformatige Muster müssen ganz exakt zugeschnitten und genäht werden, damit sich das Muster ohne Unterbrechung über das gesamte Kleidungsstück fortsetzt. Anders geht es natürlich auch, es sieht aber dann nicht ganz so schön und irgendwie zusammen gehudelt aus.

Weil das Muster meines Kleiderstoffes jedoch sehr zart ist, war bei der Verarbeitung nicht ganz so große Vorsicht geboten. Bei dem Stoff handelt es sich um einen Wollstoff in mittlerer Stärke, den ich aus den Nähbeständen meiner Oma geerbt habe. Es ist ein klassischer Kostüm- und Anzugstoff und meine Oma hatte ihn ursprünglich für eine Hose gekauft.







Vorlage war ein Schnittmuster aus der Burdastyle Oktober 2009. Hier haben mich das Styling und die Präsentation des Modells in der Zeitschrift sofort angesprochen – die Fotostrecken zu britisch, französisch, asiatisch oder anderweitig national angehauchten Mode gefallen mir immer besonders gut. Das erinnert mich gleich an das durchgehende Styling in Filmen und Filme finde ich gut :)

Da der Schnitt des Kleides ohne viel Schnickschnack ist und auch keine schwierigen Details beinhaltet, ging das Nähen recht flott. Auch die Ärmel waren schnell eingesetzt und unter dem Arm mit einem Besatzstreifen versäumt. Das Futter habe ich später einfach per Hand an der Armausschnittkante festgenäht, die Ärmelchen selbst sind ungefüttert.

Insgesamt war das einzige Detail, das mir an dem Schnitt nicht so gut gefiel, war der recht hohe Ausschnitt im Nacken. Komischerweise habe ich das erst so richtig bemerkt als das Kleid schon fertig war. Vielleicht ist es auch Einbildung, aber wenn ich das Kleid noch einmal nähen würde, dann mit 2 cm weniger Stoff am Hals.



Habt ihr schon viel mit Karos genäht und hat es gut geklappt? 

Sonntag, 22. November 2015

Bastelkiste: Die Fotowand

Schöne Fotos sollte man aufhängen - allerdings fällt es mir häufig schwer, den passenden Rahmen für die Bilder zu finden. Fotos gänzlich ungerahmt an die Wand zu kleben finde ich irgendwie komisch – schließlich wohne ich ja nicht mehr in meinem Kinderzimmer. Doch auch jedes Bild einzeln zu rahmen und dann gruppiert aufzuhängen, finde ich zu unruhig.

In Wohnzeitschriften habe ich schon häufiger Fotowände aus Stoff gesehen, unter deren Gummi- oder Stoffbänder man die Fotos einfach drunterschieben kann. Eine Freundin hat vor kurzem eine solche Fotowand selbst gebastelt und mir versichert, dass es nicht schwer gewesen sei. Also habe ich mich auch daran versucht und die Fotowand tatsächlich an nur einem Abend gebastelt bekommen.



Als Material benötigt ihr zunächst eine Sperrholzplatte in der gewünschten Größe. Meine ist ca. 1 cm stark und wurde mir von einem netten Baumarktmitarbeiter auf die richtige Größe zurecht gesägt. Der Stoff und das darunter liegende Volumenvlies sollten je ca. 10 cm breiter als die Größe der Holzplatte sein (also an jeder Kante 5 cm überstehen). Außerdem benötigt ihr noch Bänder oder Schnüre und Polsternägel, einen Hammer und einen Handtacker

Den einen Stoff und das Volumenvlies habe ich über alfatex bestellt. Nach langem Hin und Herüberlegen habe ich mich für einen eher dezent gemusterten Baumwollstoff entschieden, da das Muster des Stoffs ja nicht den bunten Fotos die Schau stehlen soll. 
Weil das Hämmern und Tackern auf einem glatten Boden ziemlichen Lärm machen kann, lässt sich das Ganze am besten auf einem Teppich oder einer Decke zusammen basteln.


Als erstes werden das Volumenvlies und der Stoff zusammen an die Holzplatte getackert. Damit währenddessen nichts verrutschen kann, befestigt ihr den Stoff und das Vlies vorher mit etwas Klebeband auf der Rückseite der Platte. Wichtig ist auch, dass die Tackerklammern kürzer sind als die Dicke der Platte – ansonsten stehen sie auf der Vorderseite heraus und auch wenn sie vielleicht noch durch den Stoff verdeckt sind, kann man sich gemein daran kratzen.

Nachdem der Stoff mit etwas Spannung (damit er schön glatt liegt) an der Platte befestigt ist, müsst ihr euch überlegen, in welchem Abstand oder Muster die Bänder auf der Fotowand liegen sollen. Wollt ihr später eher größere Motive und Bilder daran befestigen, sollten die Abstände größer sein und ihr benötigt auch weniger Band. Damit nachher alles symmetrisch ist, fangt ihr in der Mitte an und tackert das erste Band an beiden Enden auf der Holzrückseite fest. Danach arbeitet ihr euch nach rechts und links vor und befestigt alle übrigen Längs- und Querbänder.


Um die Bänder schlussendlich noch untereinander zu befestigen könnt ihr an den Schnittstellen noch Polsternägel einhämmern. Allerdings sind die Nägel nur für die Optik– wenn die Schnüre mit leichter Spannung angetackert sind oder von vorneherein mit einander verwoben, können die Fotos sowieso nicht durchrutschen. Ich konnte im Baumarkt übrigens nur Polsternägel in einer Größe finden, weshalb sie auf der Rückseite leicht herausstehen. Aber da beim fertigen Werk die Rückseite ohnehin nur selten zu sehen ist, finde ich es nicht weiter störend.

Und nun müssen nur noch die Fotos dran gesteckt werden...




Donnerstag, 19. November 2015

Kreuzstich: Handytasche Zuckerkopf Teil 2

Nach vielem Hin und Her und einigem Auftrennen ist sie nun endlich fertig: Die neue Klamotte fürs Handy :) Schnell gemacht war die Tasche nun nicht gerade, aber dafür ist das Telefon nun wenigstens gut angezogen. Ganz begeistert war ich übrigens, als ich vor wenigen Tagen den neuen James Bond - Spectre geschaut habe und die Handlung in Mexico City begann - Zuckerköpfe en masse!

Verglichen mit der Vorlage habe ich das Motiv bei der Umsetzung doch etwas abgewandelt. Beim ersten Stickversuch war der Totenkopf insgesamt zu groß, sodass ich ihn nur mit Mühe auf die Handyhülle hätte quetschen können. Die zweite Version habe ich daher von vorneherein etwas verkleinert, musste dann aber auch aus Platzgründen die Blätterranken auf der Stirn weggelassen. Nachdem ich die Blumen auf dem Kopf zur Hälfte fertig gestickt hatte, fand ich es zunächst zu kleinteilig und unruhig. Da ich aber nicht schon wieder alles auftrennen bzw. neu beginnen wollte, habe ich einfach einige größere Flächen in ähnlichen Farben drum herum drapiert. Das Ergebnis gefällt mir nun deutlich besser, auch wenn meine La Catrina nun zugegebenermaßen ein bisschen wie eine dieser Omis mit den Blumenbadekappen aussieht... :)



Zunächst habe ich als Stoff für das Stickbild einen weißen Batist verwendet, der noch von einer Bluse übrig 
war. Zwar hatte ich den Stoff vor dem Besticken extra mit Vlieseline verstärkt, aber er war trotzdem noch sehr fein und verzog sich, je mehr Elemente ich stickte. Auf der Suche nach einer Alternative aus den Bastelbeständen habe ich einen Rest Stoff entdeckt, der von einem Bettlaken stammte. Da er deutlich fester war, ließ er sich zwar nicht ganz so leicht besticken wie der Batist; weil das fertige Motiv jedoch auch strapazierfähig sein sollte, habe ich ihn trotzdem verarbeitet. Nach ein bisschen Gewöhnung ging das Sticken auch gar nicht so schlecht.
Die Motive habe ich fast alle im Plattstich gestickt, d.h. ich habe die Flächen einfach mit glatten Stichen vollständig ausgefüllt. Es gibt ja ganz ausgefuchste Stickstiche, die aber häufig noch zeitintensiver sind als „normales“ Sticken im Kreuz- oder Plattstich ohnehin schon ist. Deshalb habe ich hier einfach frei Schnauze mit den einfachsten Stichen gearbeitet. Nachdem das Stickmotiv fertig war, habe ich es mit einem halben cm Nahtzugabe ausgeschnitten, die Zugabe eingeschlagen und es mit kleinen Matratzenstichen auf den Filz genäht.




Das Nähen der tatsächlichen Hülle war dann schnell gemacht: Hier habe ich einfach zwei Teile in der Größe des Handys mit jeweils 1 cm Nahtzugabe zugeschnitten und dann das Bändchen ca. 2 cm oberhalb der unteren Kante des Vorderteils angesteppt. Damit die Größe der Tasche dann auch genau passt, habe ich das Handy einfach in die Hülle gesteckt und Vorder- und Rückteil außenherum zusammen genäht. Auf einen Knopf oder Magnetverschluss der Tasche habe ich vorerst verzichtet - sollte es doch notwendig sein, kann ich es noch nachträglich anbringen.


Insgesamt ist die Hülle ungefähr so geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte und der Mechanismus mit dem Bändchen zum Herausziehen funktioniert erstaunlich gut - was sagt ihr dazu?

Samstag, 7. November 2015

Nadel und Faden: Der knallrote Rock


Röcke sind nähtechnisch meine liebsten Kleidungsstücke - die Schnitte sind meistens nicht zu kompliziert und sie sind schnell genäht. Gerade wenn der Rock ausgestellt ist, muss er eigentlich nur am der Bund passen, einen geraden Saum haben und fertig!
Mittlerweile haben sich einige Röcke für die warmen Jahreszeiten angesammelt, aber ich habe nur wenige, die auch für kühlere Temperaturen geeignet wären. Deshalb wollte ich schon länger einige Winterröcke nähen. Hier nun das erste Exemplar aus dieser Reihe: Ein leicht ausgestellter Rock, der durch Längsnähte auf Figur gebracht wird. Vorlage war dieses Schnittmuster aus der Burdastyle August 2012; einzig die aufgesetzten Taschen habe ich weggelassen.
Als Material kam ein roter Wollstoff zum Einsatz, den ich ursprünglich mit dem Gedanken an ein rotes Kostüm (Vorbild war Duchess Catherine in diesem Kostüm von Luisa Spagnioli) gekauft hatte. Ist es nicht schön?!

Bildquelle hier

Aus Zeitgründen bin ich jedoch nicht dazu gekommen, das ganze Ensemble zu nähen und richtig alltagstauglich ist ein rotes Kostüm leider auch nicht. Stattdessen habe ich den Stoff kurzentschlossen für einen Rock verwendet. 
Das Material ließ sich gut verarbeiten, allerdings war der Stoff für einen Rock fast etwas zu dick und hätte sich vielleicht besser für einen Mantel oder eine Jacke geeignet. Da sich die Nahtzugaben an den Innenseiten der Längsnähte partout nicht flach hinlegen wollten, habe ich sie kurzerhand festgesteppt. Ich finde das Ergebnis ganz ok, man könnte es auch für reine Ziernähte halten.

Damit der Stoff am Bund nicht doppelt liegen musste und noch knubbeliger wird, habe die obere Kante des Rocks einfach mit einem rotem Ripsband eingefasst und über dem Reißverschluss noch ein Häkchen angenäht.

Insgesamt gefällt mir das Ergebnis ganz gut und er Rock lässt sich auch super kombinieren - Ziel erfüllt! :)






Mittwoch, 4. November 2015

Lesezeichen: Bücher im Oktober

Im Oktober beginnt für mich der Herbst - den September zähle ich mal noch zum Spätsommer :) - und damit auch der gemütliche Teil des Jahres mit mehr Zeit zum Lesen, Tee trinken und Filme schauen.

Im vergangenen Monat habe ich einige Bücher gelesen, die mir richtig gut gefallen haben und die ich euch hier vorstellen möchte:


Lillesang – Das Geheimnis der dunklen Nixe von Nina Blazon

Ja, ich weiß, dass es sich um ein Jugendbuch handelt und ich dem Alter der Zielgruppe nicht so ganz entspreche. Trotzdem hat mir „Lillesang – Das Geheimnis der dunklen Nixe“ von der deutschen Schriftstellerin Nina Blazon wirklich gut gefallen. Nicht nur das glitzernde Buchcover spricht auch größere Mädchen und Leserinnen an :) – die Geschichte ist in sich sehr rund und wirklich spannend. 
Das Buch handelt von der 11-jährigen Jolanda, genannt Jo, deren Mutter das Haus ihrer verstorbenen Tante an der dänischen Küste erbt. Um den Nachlass zu regeln und das Häuschen zu verkaufen, reist Jos Mutter nach Dänemark und nimmt widerwillig auch Jo und ihren Vater mit. In Dänemark angekommen stößt Jo jedoch auf einige Rätsel zum Tod ihrer Großtante und der Kindheit ihrer Mutter. Vieles scheint nicht mit rechten Dingen zu zugehen und sie entdeckt immer mehr Hinweise auf übernatürliche Meereswesen, die irgendwie mit Jos Familie zusammenhängen. Hierbei wird auch das Märchen der kleinen Meerjungfrau von Hans Christian Andersen geschickt in die Geschichte eingeflochten. 
Jo ist eine sehr sympathische Protagonistin und die dänische Küste und Landschaft sind schön geschildert - man kann beim Lesen beinahe das Rauschen der Wellen hören. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen (ist ja auch ein Jugendbuch). Trotzdem tappt der Leser einige Zeit darüber im Dunkeln, wer gut und wer böse ist, was die Geschichte wirklich spannend macht. Ich hatte das Buch nach drei Tagen ausgelesen und kann es in jedem Fall empfehlen.

Nina Blazon: Lillesang - Das Geheimnis der dunklen Nixe
Erschienen bei: cbt
416 Seiten

Unter dem Südseemond von Regina Gärtner

Zu meinen liebsten Genres gehören „Auswandererromane“ - Bücher, die zur Kolonialzeit spielen und in denen die Hauptfiguren zu einem neuen Leben in den exotischsten Ländern aufbrechen. Die Zielgruppe dieser Bücher sind ganz klar Frauen, fast immer spielt ein wahnsinnig gut aussehender Kapitän/ Schiffsarzt/ Abenteurer oder Einheimischer die männliche Hauptrolle. Ohne eine dramatische Romanze und jede Menge Familiengeheimnisse geht es natürlich auch nicht. Trotzdem lese ich diese Romane sehr gerne; vor allem die tollen Schauplätze, an denen die Bücher spielen, haben es mir angetan! Das ist wie ein Kurzurlaub :) 

Schon vor einigen Monaten hatte ich also "Unter dem Südseemond" aus der Bücherei ausgeliehen, aber nicht geschafft, es innerhalb der Leihfrist zu lesen. Weil jedoch der Klappentext und das Cover so vielversprechend aussahen, wollte ich es unbedingt doch noch lesen. Also habe ich es kürzlich noch einmal ausgeliehen und es dann in wenigen Tagen verschlungen! 

1912 heiratet die 18-jährige Alma aus Pflichtbewusstsein gegenüber ihrer Familie den deutlich älteren Herrmann. Direkt nach der Hochzeit treten die beiden die Reise von Köln in die deutsche Kolonie Samoa an, wo Herrmann eine Stelle in der Kolonialhandelsgesellschaft antreten wird. Schon auf der Reise begegnet Alma dem australischen Seefahrer Joshua und damit ist das romantische Drama eingeläutet. Auf Samoa angekommen muss Alma sich mit ihrem neuen Leben in einer lieblosen Ehe arrangieren und zugleich weit weg von ihrer Familie Fuß fassen.

Alma ist ein herzensguter Mensch und als Leser fiebert man ehrlich mit und wünscht ihr ein Happy End. Manchmal hätte ich mir von Alma etwas mehr Kampfgeist gewünscht, denn zunächst fügt sie sich über Jahre ihrem Schicksal und lässt mehrere Chancen zur Veränderung ungenutzt. Doch da sich die Geschichte über einen Zeitraum von 15 Jahren erstreckt, verändert sich Alma im Laufe der Handlung, wird selbstsicherer und unabhängiger. Auch die Nebencharaktere wie Almas Freundin Heather oder Joseph, der "Landstreicher" auf Samoa, sowie Almas Geschwister sind sehr schön geschildert und tragen entscheidend zum Lesegenuss des Romans bei. Insgesamt hat mir "Unter dem Südseemond" sehr gut gefallen und ich würde es jederzeit noch einmal lesen.

Als ich dann gesehen habe, dass kürzlich der Fortsetzungsroman, "Der Glanz von Südseemuscheln", erschienen ist, war ich ganz begeistert. Die Geschichte schließt fast unmittelbar an "Unter dem Südseemond" an, allerdings steht hier neben Alma auch ihre jüngere Verwandte Mathilde im Mittelpunkt der Handlung. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, wieder über Alma, Mathilde, Joshua und all die anderen zu lesen. Trotz einiger unguter Wendungen und der Ereignisse während des ersten Weltkriegs, bleibt der Zusammenhalt von Familie und Freunden bestehen. Man kann das Buch nicht aus der Hand legen und möchte als Leser unbedingt das (hoffentlich) gute Ende für alle erfahren. Auch wenn so manches Familiengeheimnis und vor allem dessen Entdeckung etwas konstruiert wirkt, hat das Lesen Spaß gemacht. Und nun träume ich von der Südsee... :)

Regina Gärtner: Unter dem Südseemond
Erschienen bei: Heyne
592 Seiten

Regina Gärtner: Der Glanz von Südseemuscheln
Erschienen bei: Heyne
624 Seiten



Die Dahlien stammen übrigens aus meinem eigenen Gärtchen – ich habe dieses Jahr zum ersten Mal Dahlienknollen eingepflanzt und das hat richtig gut geklappt! Besonders seit es im Herbst (nach dem trockenen Sommer) wieder mehr geregnet hat, sind die Dahlien im Garten nochmal richtig ins Kraut geschossen. Und da es nach der Zeitumstellung schon stockfinster ist, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, habe ich kurzerhand einen Großteil der schönen Blüten abgeschnitten und in Vasen und Marmeladengläser gestellt.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Nadel und Faden: Der Blazer im CHANEL-Stil - Teil 1

Bis vor ein paar Jahren wusste ich mit Blazern wenig anzufangen und trug sie allenfalls zu Bewerbungsgesprächen. Alles mit Schulterpolstern war mir damals irgendwie suspekt und erinnerte mich an die seltsame Mode der 80er. Heute kann ich das gar nicht mehr nachvollziehen und der Blazer ist eins meiner liebsten Kleidungsstücke. Er passt zu allem, ist auch in letzter Minute vor der Arbeit schnell übergeworfen und damit sieht jede Frau angezogen aus.

Wie bei den meisten meiner Freundinnen überwiegt auch in meinem Kleiderschrank der Anteil der „vernünftigen“ Blazer in dunklen Farben. Allerdings finde ich auch bunte Blazer richtig toll, da sie ein normales Jeans-Outfit extrem aufwerten können. Besonders gefallen mir Blazer aus Bouclé oder ähnliches Stoffen. Hier gibt es so viele Farbkombinationen, von gedeckten Tönen bis zu knalligen Farbmischungen. Die absoluten Objekte der Begierde - aber leider für immer unerschwinglich - sind natürlich die Boucléblazer und -jacken von CHANEL. Nach einem Modell in diesem Stil suche ich schon lange, konnte aber bislang keines finden, das mich wirklich überzeugt hätte. Entweder gefielen mir die Stoffe oder Schnitte der Jacken nicht und außerdem waren sie mir alle zu kurz.

Als ich dann vor kurzem einen schönen Boucléstoff gefunden habe (ich glaube, ich habe ihn über alfatex bestellt), war die Umsetzung klar: Statt weiter die Geschäfte abzugrasen, würde ich mir den Blazer selbst nähen! Der Stoff ist schwarzgrundig und hat eingewebte Fäden und pink und türkis. Zusätzlich ist er noch goldfarben beschichtet. Ein unauffälliges Kleidungsstück wird es also nicht werden... Als Vorlage habe ich die folgenden Skizzen erstellt. 


Die typische Boucléjacke hat meistens eine eher kastige und kurze Form. Meinen Blazer möchte ich allerdings in einer schmalen und etwas längeren Passform nähen, damit ich ihn auch gut zu Hosen tragen kann. Nach vielem Zeitschriften-wälzen habe ich mich für diesen Schnitt aus der Burda März 2012 entschieden. Da es den Schnitt sowohl für eine Jacke als auch für einen Mantel gibt, konnte ich die Länge ohne Probleme variieren und habe für meinen Blazer eine Länge dazwischen den beiden Modellen gewählt.

Bezüglich der aufgesetzten Taschen bin ich mir auch noch nicht sicher - das entscheide ich dann spontan. Selbiges gilt für Verzierungen: Ich würde gerne die Kanten und Säume noch mit einer Borte oder etwas ähnlichem ausschmücken. Da der Stoff allerdings schon durch die goldene Beschichtung recht auffällig ist, werde ich die Verzierung als letzten Schritt vor der Fertigstellung anbringen. Und sollte das Ganze dann doch zu wild wirken, kann ich immer noch auf die Borten verzichten und die Jacke eher schlicht halten. 



Hier das erste Bild vom Zuschneiden - ich werde bald weiter berichten, ob mit dem Nähen alles zu klappt wie gewünscht... :)

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Kreuzstich: Handytasche Zuckerkopf - Teil 1

Im Februar habe ich mir ein neues Handy gekauft und dazu so ein anclipsbares Cover für die Rückseite, um es vor (sicher nicht ausbleibenden) Absturzfolgen zu bewahren. Weil das Handy ja jeden Tag in der Handtasche herum fällt, wollte ich gerne zusätzlich noch eine Tasche oder Hülle, in die ich das Handy ganz reinstecken kann. Denn ein von Schlüsseln und Stiften zerkratztes Display ist ja irgendwie doof. Leider bin ich im Internet und in Geschäften nicht fündig geworden – jegliche „Handybekleidung“ hat mir entweder nicht gefallen, passt nur für ein iPhone oder muss buchartig mit Deckel aufgeklappt werden. 

Also kam mir die Idee einfach selbst eine Hülle zu nähen. Am praktischsten finde ich die kleinen Taschen mit Bändchen, bei denen das Handy ein Stückchen aus der Hülle herauskommt, wenn man an dem Band zieht. Gerade wenn das Telefon unterwegs klingelt, ist das sicher hilfreich um den Anrufer überhaupt noch zu erwischen, und eine Tasche, aus der man das Ding erst mühsam herausfriemeln muss, ist eher unzweckmäßig.

Da das Ganze ja auch ein bisschen was hermachen soll, möchte ich den Stoff vor dem Vernähen besticken. Als Motiv hatte ich mir zunächst etwas mit Hirschen überlegt - die sehen einfach immer nett aus. Nach einigem Hin- und Herüberlegen kam mir aber noch ein anderes Motiv in den Sinn: Ein mexikanischer Zuckerkopf

Diese bunt verzierten Totenköpfe und insbesondere die Skelettfrau "La Catrina" sind Symbole für den mexikanischen Feiertag Dia de los Muertos, den Tag der Toten. Ich glaube, bei uns sind sie noch bekannter geworden, seit Lena Hoschek das Motiv der Zuckerköpfe vor einigen Jahren in ihre Modenschau eingebracht hat. Mir gefallen die Zuckerköpfe sehr, sie sind einfach so schön bunt und verspielt, ohne dabei allzu kitschig zu wirken.

Als Inspiration habe ich mir einige Bilder auf Pinterest herausgesucht und dann diese Stickvorlage gestaltet:



Die Stickerei selbst soll natürlich bunt werden, aber als Vorlage reicht mir zunächst auch diese Umrisszeichnung. Als Material für die Tasche habe ich einen grauen Filz erstanden. Es ist allerdings kein echter Wollfilz, sondern besteht nur aus Kunstfaser. Naja, für das erste Probemodell wird es ausreichen. Das Stickbild möchte ich ohnehin zunächst auf einen weißen Stoff sticken und es dann auf den Filz applizieren.

Hat jemand von euch schon einmal eine solche Tasche mit Bändchen genäht? Wie hat es geklappt?

Sonntag, 18. Oktober 2015

Unterwegs: Zürich und das Museum für Gestaltung


Vor vier Wochen bin ich mit meinen Eltern und meiner Schwester für ein verlängertes Wochenende nach Zürich gefahren. Die Stadt ist eine der Schönsten, die ich bisher gesehen habe, und gefiel mir bei dem jetzigen Besuch sogar noch besser als bei meinem ersten Wochenende in Zürich 2012. Nur durch die Straße und kleinen Gässchen zu gehen und sich die wunderschönen Häuser und Fassaden anzuschauen ist wirklich ein Augenschmaus.








Nachdem wir am Ankunftstag nur durch die Stadt spaziert waren und das schöne Wetter genossen hatten, besuchten wir am zweiten Tag das Museum für Gestaltung. Dort findet (verlängert wegen des großen Erfolgs :)) noch bis zum 01.11.2015 die Ausstellung „Fotografien aus dem Orient“ mit Bildern des amerikanischen Fotografen Steve McCurry statt. Zu sehen sind Fotografien aus Afghanistan, Indien, Nepal, Tibet, Sri Lanka und vielen weiteren Ländern, die Steve McCurry seit den siebziger Jahren bereist hat. Ausgestellt sind sowohl viele Portraitaufnahmen, als auch Bilder von Landschaften und dem Umfeld der Menschen, die auch einen kleinen Einblick in die jeweiligen Lebensbedingungen verschaffen. Neben den Bildern gibt es innerhalb der Ausstellungen einen Film zu sehen, in dem Steve McCurry mit dem Kurator der Ausstellung spricht. Hierbei erzählt er unter anderem, wie viel Arbeit in der Vorbereitung der Fotografien liegt und wie viel Zeit (Stunden!) er auf der Suche nach den perfekten Motiven benötigt hat. Das hat mich echt umgehauen, es ist Fotokunst hoch 10!

Die Ausstellung hat mir wahnsinnig gut gefallen – die Bilder von Steve McCurry sind im kleinen Format schon sehr eindrucksvoll, aber als große Abzüge sind sie atemberaubend. Die Fotos sind so unglaublich farbenprächtig und intensiv, dass man beim Betrachten wirklich eine Gänsehaut bekommt! Das bekannteste Bild der Ausstellung ist sicher „Das afghanische Mädchen“, das 1984 in einem Flüchtlingslager in Pakistan entstanden ist. Aber auch die anderen Portraits und Bilder sind unglaublich schön, trotzdem die Motive nicht selten schlimmste Armut und großes Elend zeigen. Über die Arbeiten von Steve McCurry sind bereits mehrere Bücher erschienen, die ebenfalls in der Ausstellung zum Blättern auslagen und in denen noch mehr Fotografien zu sehen waren. 


Neben der Fotoausstellung fand auch die Ausstellung "Animierte Wunderwelten" im Museum für Gestaltung statt, die wir mit unserer Eintrittskarte ebenfalls besuchen konnten. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Welt der Animationen und des digitalen Designs, dass immer mehr für Filme, Werbung und vieles andere, was wir im Alltag sehen, zum Einsatz kommt. Das war ebenfalls spannend - am besten hat mir der Vogelflugsimulator gefallen, bei dem man, ausgestattet mit einer VR-Brille, Kopfhörern und einem Ventilator, der den Wind imitierte, als Vogel über eine Großstadt fliegen konnte. Beim Drehen des Kopfes konnte ich sogar die eigenen Flügelspitzen am Rand meines Gesichtsfeld sehen - das war schon ein einmaliges Erlebnis.
Fazit: Das Museum für Gestaltung ist auf jeden Fall einen Besuch wert!  


Hier geht es zur Website des Museums.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Nadel und Faden: Grün zum goldenen Oktober

Da uns in den nächsten Tagen ja der goldene Oktober erwarten soll, zeige ich euch vor dem kalten Herbsteinbruch noch schnell etwas Kurzärmliges. Die Bluse habe ich schon vor einiger Zeit genäht, daher zeige ich sie hier schon in der fertigen Version. 


Den Schnitt für das Blusentop habe ich aus einem Kleiderschnitt abgewandelt. Mein absolutes Standardwerk für Schnittmuster ist die (Nähzeitschrift) Burdastyle. Hier entdecke ich häufig Kleiderschnitte mit raffinierten Details, die mir richtig gut gefallen. Allerdings habe ich mittlerweile einige Kleider in meinem Schrank und vor allem um die „feineren“ Exemplare ständig tragen zu können, fehlen mir die Gelegenheiten. Viel alltagstauglicher sind dagegen Blusen oder andere Oberteile, die man jederzeit zu Jeans, Hosen und Röcken kombinieren kann. Also kürze ich die Kleiderschnitte bei meiner Umsetzung einfach oder lasse das Rockteil weg.

Für dieses Modell habe ich ein Schnittmuster aus der Burda Januar 2013 verwendet, den ihr hier findet. Für das Top habe ich einfach nur die drei oberen Teile verwendet und musste so nicht einmal einen Saum freihand einzeichnen. Um es noch etwas mehr auf Figur tragen zu können habe ich zusätzlich einen Bindegürtel dazu genäht. 


Als Material habe ich eine dunkelgrüne Wildseide (ich denke mal, es ist echte Seide?) verwendet, die schon ewig in meinem Nähschrank lag. Der Stoff ließ sich auch sehr angenehm verarbeiten; da er etwas Stand hat, glitt er mir nicht ständig durch die Finger oder verrutschte wie glatte Seide. Das Top war schnell genäht und der Schnitt passt auch ziemlich gut. Einzig am Hals stand der Ausschnitt hinten etwas ab, was sich aber mit zwei zusätzlichen kleinen Abnähern beheben ließ. Ich finde, sie fallen nicht allzu störend auf.


Was hier nicht so gut lief...

Als Sparfuchs habe ich einen schwarzen Reißverschluss verarbeitet, der noch in meinem Nähkästchen lag, aber eigentlich viel zu kurz war. Mit einer Länge von 22 cm reicht er nur knapp bis unter die Schulterblätter. Da das Oberteil recht schmal geschnitten ist, muss ich mich nun schlangenmenschengleich hinein und hinaus wurschteln – das hätte ich mit einem längeren Reißverschluss viel einfacher haben können! 
Merke: Die Angaben bei den Nähzutaten sind schon irgendwie durchdacht und es ist irgendwie hilfreich, sich danach zu richten. ;)

Falls ihr euch auch schon an diesem Schnittmuster oder etwas Ähnlichem versucht habt, wenn euch der Post zu technisch-nählastig war oder ihr allgemein Tipps oder Kommentare habt, freue ich mich über eure Nachrichten. 

Samstag, 10. Oktober 2015

Und los geht's!

Hallo zusammen, mein Name ist Vera und ich bin 27 Jahre alt. Ich wohne in der Nähe von Frankfurt am Main, wo ich auch aufgewachsen bin. Während des Studiums und in den Jahren danach habe ich auch einige Zeit in Mannheim und München verbracht – aber in Hessen gefällt es mir einfach am besten.

In meinem Blog möchte ich vor allem über meine Bastel- und Nähprojekte berichten und ihre Fortschritte dokumentieren. Sicher kennt ihr das - es gibt so viele tolle Ideen und Inspirationen, Schnittmuster für tausend wunderschöne Sache, aber häufig hapert es an der Zeit und der Kontinuität für die Umsetzung - zumindest geht's mir so. Leider neige ich auch dazu, begonnene Projekte monatelang vor der Nähmaschine liegen zu lassen, wenn die Passform partout nicht stimmen will oder ich eine Naht zum dritten Mal auftrennen muss. Selbiges gilt für halb fertige Bastelarbeiten und so weiter…

Mit dem Blog versuche ich mich also selbst zu überlisten, um Angefangenes zu Ende zu bringen und hoffentlich viele meiner Ideen umzusetzen. Es soll ein kreativer Ausgleich zu meinem Bürojob werden und gleichzeitig einen Platz für alles, was mich neben dem Nähen noch begeistert und interessiert.

Über den Namen:
Auf der Suche nach einem Namen für den Blog kam mir die Idee mit den Farben. Eine konkrete Lieblingsfarbe habe ich nicht, ich mag alles Bunte. Doch am liebsten sind mir Grün- und Blautöne und alles Rosa-Rote. Daran angelehnt entstand "Silbergrün Jadeblau".

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen :)