Freitag, 23. Dezember 2016

Nadel und Faden: WKSA 2016 - Finale


Nun ist es endlich soweit und die fertigen Werke werden vorgestellt! Ich habe schon wahnsinnig tolle Werke bei den anderen Teilnehmerinnen gesehen und kann mich nun erstmals einreihen.

Mein Zeitmanagement hat überraschenderweise ganz gut hingehauen und ich habe den Jumpsuit heute Morgen (am 23. Dezember) fertig gestellt.

Insgesamt hat mir der Schnitt gut gefallen und ich würde ihn empfehlen. Der Schnitt hat ohne allzu viele Änderungen gepasst, einzig das Oberteil musste ich etwas schmaler nähen. Auch den Ausschnitt habe ich etwas verkleinert bzw. zugenäht. Zudem habe ich nur eine Tasche eingenäht, da die zweite Tasche sich irgendwie den Platz mit dem Reißverschluss an der linken Seitennaht hätte teilen müssen. Das war mir dann doch zu kompliziert (und ich hatte zugegebenermaßen auch keine Lust, die Anleitung zu lesen) und so habe ich die Tasche 2 ganz weg gelassen. Eine Tasche ist ja völlig ausreichend und aufgrund des weichen Stoffes lässt sich da sowieso maximal ein (ganz flach) gefaltetes Taschentuch unterbringen. 

Um die Bänder im Nacken nicht doppelt knoten zu müssen, habe ich nun einen kleinen, schwarzen Haargummi an das obere Bindeband angenäht. So werden die Bänder einmal verschlungen und dann das untere durch die Schlaufe gezogen. Das hält super und ist nicht so knuddelig wie ein richtiger Knoten - Danke, troussedecouture, für den Tipp!

So, und hier nun die Bilder des fertigen Jumpsuits. Meine erste Teilnahme am WKSA hat mir wirklich Spaß gemacht und ich bin froh, es bis Weihnachten geschafft zu haben. Dieser Post ist verlinkt bei WKSA 2016 des MeMadeMittwoch.




Und da es sich ja um einen JUMPsuit handelt, zu guter letzt noch ein aktives Foto. Ich wünsche euch FROHE WEIHNACHTEN! :)

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Zopfmuster: Der weihnachtsrote Pulli



Heute zeige ich euch (mal wieder) einen Strickpullover, passend zur Jahreszeit in weihnachtlichem Rot. Die Fotos sind übrigens schon vor einigen Wochen entstanden, weshalb der Hintergrund eher herbstlich als winterlich aussieht - aber das macht ja nichts.

Meine Inspiration zu diesem Pulli war ein Modell aus der Verena Stricken Herbst 2005. Allerdings waren die Zöpfe bei diesem Pulli nicht eingestrickt, sondern als lange Schläuche gearbeitet, die dann richtig miteinander verflochten und an den Kanten in den Ärmel eingenäht wurden. Das war mir aber irgendwie zu mühsam und außerdem wären die Ärmel aufgrund der vielen Löcher an den Nähten nur bedingt wärmend gewesen. Also habe ich mich dazu entschieden, die Ärmel mit einem einfachen gestrickten Zopf zu versehen. Vorder- und Rückteil sind glatt rechts gestrickt und leicht tailliert. Da ich die Maßangaben gemäß Anleitung häufig zu kurz und zu weit finde, habe ich auch bei diesem Pulli einfach drauf los gestrickt und nach Bedarf Maschen ab und zugenommen.

Als Material habe ich die Wolle Sienna von Wollerödel verwendet. Ich fand das intensive Rot der Wolle echt klasse und sie lässt sich auch sehr gut verarbeiten, tragen und waschen. Ich habe noch eine Jacke aus der gleichen Wolle gestrickt, die ich bei Gelegenheit auch einmal fotografieren muss.

So, nun gibt es aber erstmal die Bilder des roten Pullis. Ich wünsche euch noch eine schöne Rest-Vorweihnachtszeit :)

Dieser Post ist verlinkt beim MeMadeMittwoch.



Montag, 19. Dezember 2016

Nadel und Faden: WKSA 2016 - Teil 4

Nachdem ich den dritten Teil des WKSA glorreich verpasst habe, gibt es nun noch ein kurzes Update zu meinem Jumpsuit:
Das Weihnachtsoutfit ist zu großen Teilen fertig, allerdings fehlen noch die Säume an den Hosenbeinen und einige Verschönerungsarbeiten an den Innennähten. Zudem habe ich festgestellt, dass der Neckholderverschluss am schönsten fällt, wenn ich ihn nur einmal umeinander schlinge. Ein Knoten wirkt zu klobig und der Stoff dadurch zu geknuddelt. Also werde ich mir hier noch eine Lösung einfallen lassen (vielleicht ein verdeckter Knopf) um das Ganze flach zusammen zu halten. Habt ihr vielleicht Ideen oder Tipps?

Auf den Fotos wirkt der Jumpsuit etwas platt und traurig, aber aufgrund der Form lässt es sich nur schwer an der Schneiderpuppe installieren. Naja, ansonsten freue ich mich sehr auf den letzten Teil des WKSA und bin super gespannt auf die Tragefotos der fertigen Werke.

Dieser Post ist verlinkt beim MeMadeMittwoch.




Mittwoch, 30. November 2016

Nadel und Faden: Das Mittelalterkleid


Schon als Kinder sind meine Schwester und ich häufig mit unserer Mama zu Mittelaltermärkten und -festen gefahren. Besonders gerne mochten wir die Ronneburg, da sie noch gut erhalten ist (Ruinen sind zwar auch nicht schlecht, aber eine ganze Burg ist halt noch besser). Dort finden mehrmals im Jahr große Veranstaltungen und Märkte statt. Klar, dass wir zu diesen Gelegenheiten auch irgendwann die passende Gewandung brauchten.

Da ich außerdem schon seit frühesten Teenyzeiten ein riesiger Herr-der-Ringe-Fan war, habe ich mich bei meinem Kleid ein wenig an Eowyns Reisekleid aus "Die zwei Türme" orientiert.


In Anlehnung an Eowyns Kleid habe ich also als Farbgebung für meines auch ein gedecktes graublau und braun gewählt. Als Schnitt habe ich diesen Einzelschnitt von Burda verwendet - sonst pause ich ja immer die Schnitte aus den Heften ab, aber es ist schon extrem praktisch und zeitsparend, wenn man die Schnittmusterteile einfach nur aus dem Bogen ausschneiden muss. Dafür sind die Einzelschnitte aber halt auch ganz schön teuer.



Bildquelle: Burdastyle und angelfire

Wo  ich die Stoffe gekauft habe, weiß ich leider gar nicht mehr. Sie waren auf jeden Fall nicht allzu teuer, da ich für das Kleid schon einige Meter benötigte und die Materialkosten sonst den Rahmen gesprengt hätten.
Bei dem blauen Stoff handelt es sich um ein Mischgewebe, vermutlich aus Polyester und Baumwolle. Nicht gerade mittelalterlich authentisch (richtig wären hier eher Leinen und Wolle gewesen), aber ganz so eng sehe ich das nicht. Der braune Stoff ist eine leichte Wollmischung, die nicht allzu dicht gewebt ist.
Ich habe das Kleid in Größe 36 zugeschnitten und musste hier auch während des Nähens kaum Änderungen vornehmen. Da die Passform des Kleides etwas lockerer ist, kommt es hierbei auch nicht auf den Zentimeter an.




Besonderheiten sind die Ösen am Rückenausschnitt und den Ärmeln. Hierfür habe ich die Ösen zum Einhämmern noch Prym verwendet. Gemäß Anleitung kann man sie entweder einfach so durch den Stoff hämmern oder vorher ein kleines Loch hineinschneiden. Nach dem ersten misslungenen Versuch (= verbogene Öse) habe ich mich dazu entschieden, doch zuerst kleine Löcher in den Stoff zu schneiden. Danach lief alles super; ich habe voller Elan die 25 Ösen in das Kleid gehämmert und damit meine Schwester zur Weißglut getrieben, die nebenbei irgendwas im Fernsehen anschauen wollte :D Letzten Endes ist das Kleid sogar so locker geschnitten, dass ich es einfach über den Kopf ziehen kann - die Schnürung im Rücken dient nurmehr der Verzierung.

Der Überwurf war schnell genäht, einzig die Säume von Ärmeln, Halsausschnitt und Rock des Kleides, sowie des Überwurfs nahmen einige Zeit in Anspruch. Ich habe sie fleißig mit der Hand genäht und war hierbei bei 5 Metern Saumweite einige Zeit beschäftigt. Auch die seitlichen Armausschnitt (kann man das so nennen?) des Überwurfs habe ich mit der Hand gesäumt. Zunächst hatte ich überlegt, hier noch eine Borte anzubringen, aber irgendwie kam es dann doch nie zur Umsetzung. Nun ist und bleibt das Kleid schlicht und gefällt mir so ziemlich gut.

Habt ihr vielleicht schon mal etwas Ähnliches/ eine Gewandung genäht und welches Schnittmuster und Material habt ihr dabei verwendet?

Dieser Post ist auch verlinkt beim MeMadeMittwoch.



Dienstag, 22. November 2016

Nadel und Faden: WKSA 2016 - Teil 2


Heute geht es schon mit dem zweiten Teil des WKSA 2016 weiter und ich bin mit meinem Jumpsuit von der reinen Planungs- in die Umsetzungsphase gewechselt.
Beim Zuschnitt der Teile musste ich ein bisschen basteln, denn statt der benötigten 2,60 m hatte ich nur 2,00 m Stoff. Da ich aber ohnehin die Hosenbeine etwas schmaler als im Schnitt vorgesehen nähen wollte (denn die sind ja wirklich riesig), passte es mit etwas Schieberei ganz gut.
Vorgesehen ist ferner ein Futter des Oberteils, die Beine bleiben ungefüttert. Für das Futter habe ich einen Rest Mischgewebe verwendet, der farblich ganz gut zu dem Jersey passt. Da dieser auch etwas dicker als normaler Futterstoff ist, wird er dem Ganzen hoffentlich halbwegs Stabilität verleihen.
Die Schnittteile des Oberteils wurden einfach mit Vlieseline verstärkt, ebenso habe ich an den Nahtzugaben für den Reißverschluss eine festere Einlage aufgebügelt. Bei diesem Kleid hatte ich aufgrund des zarten Stoffs mit dem Einnähen des Reißverschlusses zu kämpfen – trotz aufgebügeltem Vlieselineformband stand das Ende Reißverschlusses leicht ab und war zu sehen. Mal sehen, ob sich das Problem bei dem fließenden Jersey verbessern lässt.

Das Oberteil des Jumpsuits habe ich in Größe 74 (also 36) zugeschnitten, die Hosenteile in Größe 76 (entspricht einer 38). Obwohl mir die Passenteile des Oberteils zunächst recht kurz erschienen, gleicht es sich durch die hohe Taille der Hose wieder aus.

Da ich keine Overlock-Maschine besitze nähe ich den Jersey in einem schmalen Zickzackstich (0,5 cm breit). Das klappt ganz gut, nur schien die Maschine immer mal vereinzelte Stiche auszulassen. Auf Rat der Mitarbeiter von Wächtershäuser (dieses Geschäft ist wirklich die beste Adresse für Kurzwaren in Frankfurt, hier gibt es einfach ALLES!) habe ich also neue Nadeln gekauft und mit den neu erworbenen Stretchnadeln näht die Maschine nun 1A. Wahrscheinlich war meine alte Nadel einfach stumpf. Sobald ich den Reißverschluss eingenäht und Oberteil und Hose verbunden habe, wird sich sicher zeigen, ob der Jersey eine kluge Wahl war oder eher nicht...

Dieser Post ist verlinkt beim MeMadeMittwoch.




Montag, 14. November 2016

Nadel und Faden: Weihnachtsjumpsuit WKSA2016

Diese Jahr möchte ich erstmals auch am Weihnachtskleid-Sew-Along des MeMadeMittwoch teilnehmen und kann hoffentlich in einigen Woche ein fertiges Stück mein Eigen nennen. Da mein erster selbst genähter Jumpsuit (hier zu sehen) zu einem meiner liebsten Kleidungsstücke geworden ist, möchte ich auch für Weihnachten einen Jumpsuit nähen. Nachdem ich etliche meiner Burdas durchgeschaut habe, fiel meine Wahl auf dieses Schnittmuster aus dem Heft 06/2015:


Bildquelle: Burdastyle

Der Jumpsuit sieht sehr elegant aus - genau das Richtige für festliche Anlässe. Den Schnitt gibt es in langen Größen, 72-88, die ich bislang kaum vernäht habe. Ich bin gespannt, wie der Schnitt passen wird und ob ich viele Änderungen werde vornehmen müssen.

Gemäß Stoffempfehlung sollte für den Jumpsuit ein Leinenmischgewebe, Viskose oder Baumwolle verwendet werden. Darüber werde ich mich allerdings mal hinwegsetzen und stattdessen einen bedruckten Jersey verwenden, den ich noch in meinem Nähfundus habe. Hoffentlich lässt sich der Schnitt auch mit dehnbarem Material umsetzen und verliert nachher nicht die Form - we will see.

Ich freue mich auch schon auf die vielen Kleider und Ideen der anderen Teilnehmer :)



Mittwoch, 9. November 2016

Zopfmuster: Dicker Strickpulli und Laternenzeit

Passend zu den plötzlich winterlichen Temperaturen (während ich diesen Text tippe hat es draußen schon Minusgrade, brrrr) zeige ich euch heute einen richtig dicken Kuschelpulli. Den habe ich aber nicht selbst gestrickt, sondern meine Mama hat ihn vor einiger Zeit für mich gemacht.
Leider weiß ich weder wie die Wolle heißt (ich glaube es ist ein Gemisch aus Wolle und Polyester, eventuell von Lana Grossa?) noch woher die Vorlage für das Zopfmuster stammt. Aber schön ist der Pulli trotzdem und so lasse ich einfach mal die Bilder für sich sprechen.

Dieser Post ist auch verlinkt beim MeMadeMittwoch.












Und weil auch Sankt Martin unmittelbar vor der Tür steht, hier noch zwei Bilder einer Laterne, die ich schon vor einigen Jahren gebastelt habe (es soll eine venezianische Maske darstellen) :) Auch hier weiß ich leider nicht mehr aus welchem Buch die Bastelvorlage stammt, das sollte ich mir künftig zuverlässiger aufschreiben... Sie besteht aus silbernem Tonkarton und Transparentpapier und ist mit Glöckchen und Zackenlitze geschmückt/ beklebt. Auf einem Laternenumzug ist sie zwar noch nicht gewesen, aber sie leuchtet auch schön im Wohnzimmer.

Was sagt ihr zu Laternen als Deko im Haus?




Dienstag, 25. Oktober 2016

Kreuzstich: Das Frosch-Kissen

Heute stelle ich ein Projekt meiner Schwester vor. Sie hatte vor einiger Zeit eine richtige Stick-Obsession und hat etliche Stickbilder fertig gestellt, die unsere Mama dann zu Kissenbezügen vernäht hat. 
Die Vorlage stammt aus dem Buch "Rosenküsse" von Ute Menze. Auf Amazon ist es im Moment nur für einen horrenden Preis erhältlich, aber vielleicht gibt es ja noch mal eine Neuauflage. Das Buch enthält wirklich viele zuckersüße Motive (genau das Richtige für einen blumig, lieblichen Geschmack) und wir haben schon etliche Stickbilder daraus umgesetzt.

Hier nun das erste dieser Werke:

Dieser Post ist verlinkt bei
Creadienstag
DienstagsDinge
Handmade on Tuesday






Mittwoch, 28. September 2016

Nadel und Faden: Das gemusterte Neckholderkleid



Bevor der Sommer ganz vorbei ist, möchte ich noch schnell ein Kleid vorstellen, das kürzlich fertig geworden ist. Der Schnitt stammt aus einem gaaaanz alten Burda Heft (Juli 2005). Ich hatte ihn irgendwann als Teeny abgepaust und wollte ihn schon immer mal nähen - besonders das Detail mit dem tiefen Rückenausschnitt und der Schleife hatte es mir angetan. Naja, was lange währt...







Das Material: 
Als Stoff habe ich einen feinen Baumwollstoff verwendet, der mit einer Art Ethno- oder Inkaprint gemustert ist. Ich finde Baumwolle viel angenehmer zu verarbeiten als beispielsweise Chiffon. Derfällt zwar wunderbar, verrutscht aber auch furchtbar schnell während des Zuschneidens und Nähens, was mich immer Nerven kostet. Da mein Batist jedoch ganz fein ist, fällt er auch sehr schön (vor allem da er im schrägen Fadenlauf zugeschnitten ist) und eignet sich gut für ein Kleid. Um das Kleid blickdicht zu machen, habe ich es mit einem grünen Polyesterstoff gefüttert, den ich noch in meiner Nähkiste hatte.

Das Nähen:
Während der Zuschnitt völlig problemlos verlief, war das Nähen schon etwas kniffliger. Der Schnitt an sich war nicht schwer umzusetzen, aber an der Passform musste ich lange herumbasteln. Vor allem den Reißverschluss musste ich drei mal einnähen, bevor es halbwegs passte. Bei meinen ersten Versuchen war der Rückenausschnitt viel zu weit und stand hinten unschön ab. Also habe ich hier sicher 3 cm auf jeder Seite weggenommen und den Reißverschluss noch einmal eingenäht. Zwar steht unten das Ende immer noch ein kleines bisschen ab (egal wie oft ich darüber gebügelt habe), aber das fällt mein Tragen zum Glück nicht allzu sehr auf. Den gekräuselten Halsausschnitt und den Saum habe ich einfach umgebügelt und mit einem schmalen Zickzackstich umnäht.

Fazit:
Insgesamt gefällt mir das fertige Kleid ganz gut, aber nochmal würde ich den Schnitt wohl nicht nähen. Der Reißverschluss und der tiefe Rückenausschnitt haben mich ziemlich aufgehalten und mich stört vor allem, dass der Reißverschluss trotz allen Versuchen nicht 100ig glatt eingenäht ist - vielleicht liegt es auch an dem feinen Stoff? Habt ihr hier Tipps?

Auch wenn es beim MeMadeMittwoch nun schon um das Thema Winterjacken geht, verlinke ich mein Kleidchen noch ganz optimistisch - wenn es nochmal so warm wird wie am vergangenen Wochenende ist es ja nicht ganz wetterfremd :)




Dienstag, 26. Juli 2016

Bastelkiste: Das Rosa-Heimat-Schild





In einem alten Impressionenkatalog habe ich mal ein Schild mit einem "Heimat"-Schriftzug entdeckt. Den geschwungenen Schriftzug fand ich so nett, dass ich mir die Seite als Inspiration rausgerissen und sie aufgehoben habe. Vor einiger Zeit kam mir dann die Idee, dass ich so ein Schild auch gerne in meinen Flur hängen würde - wenn man dann durch die Eingangstür käme, würde der Blick als erstes auf den Schriftzug fallen.

Für die Umsetzung habe ich kurz daran gedacht, den Schriftzug einfach aus Papier auszuschneiden. Da mir diese Version jedoch zu instabil erschien, habe ich den Schriftzug aus Sperrholz ausgesägt. Da meine Mama begeisterte Laubsägerin ist hatte sie sogar noch das passende Material im Fundus. Das Holz hat eine Dicke von ca. 5 mm und lässt sich somit noch relativ leicht per Hand sägen.

Mit Butterbrotpapier und Bleistift habe ich den Schriftzug auf das Holz übertragen und dann losgelegt. Zwar riss das Holz an einigen Stellen ganz leicht aus (oder zumindest die oberste Schicht), aber letztlich habe ich es geschafft alles ohne Bruch auszusägen. Die Kanten habe ich mit einer schmalen Feile abgeschliffen und das Holz zuletzt mit Acrylfarben angemalt.

Und nun steht das fertige Stück auf dem Türrahmen zu Küche und ich freue mich immer, wenn ich es beim Heimkommen sehe. :)

Dieser Post ist auch verlinkt beim Creadienstag.


Von hinten sieht das Schild nicht ganz so schön aus... aber das macht ja nichts. Ist ja nur Deko und ausschließlich von vorne zu sehen.
Ich wünsche euch einen schönen Dienstag :)



Mittwoch, 20. Juli 2016

Nadel und Faden: Der Blumen-Jumpsuit


Okay, der letzte Post liegt wirklich schon sehr lange zurück, aber ich kam einfach nicht aus dem Quark. Um Fotos zu machen war das Wetter häufig zu schlecht, und wenn es mal schön war hatte ich keine Zeit oder Motivation.

Aber jetzt - tadaa - gibt es wieder ein abgeschlossenes Nähprojekt, das ich gerne zeigen möchte.

Vor einiger Zeit bin ich durch den P&C gebummelt, eigentlich auf der Suche nach einem Kleid für eine Hochzeitseinladung. Stattdessen habe ich einen wahnsinnig tollen Jumpsuit von Tommy Hilfiger entdeckt. Ich war sofort verliebt in das wunderschöne Muster und den Schnitt. Allerdings sollte das gute Stück 180 € kosten!! So gut mir der Jumpsuit auch gefiel, 180 € für einen spontanen Lustkauf war es mir nicht wert. Also habe ich noch schnell ein Foto als Gedächtnisstütze in der Umkleide gemacht und daheim begonnen, das Internet nach einem Stoff mit großformatigen Blüten zu durchstöbern.


Hier bin ich zwar nicht fündig geworden, dafür hatte ich einige Tage später in der Stoffabteilung von Karstadt Glück - ich fand einen Viskosedruck für nur 8 € das Meter. Zufrieden habe ich das Stöffchen heimgeschleppt und auch gleich losgelegt. Als Schnitt habe ich diesen Overall aus der Burdastyle März 2015 verwendet:


Bildquelle: Burdastyle

In Anlehnung an den Jumpsuit von Hilfiger habe ich den Burdaschnitt dahingehend abgeändert dass er statt des Oberteils in Wickeloptik ein Oberteil mit V-Auschnitt und einem Reißverschluss im Rücken hat. Das gefällt mir besser als zwei lose Einzelteile, die dann doch auseinanderklaffen und nie richtig sitzen.


Am meisten Zeit hat mich die Smokpartie an der Hüfte gekostet: Hier habe ich zunächst einen Gummifaden vernäht, den ich noch im Nähfundus hatte. Beim Smoken musste ich dann aber feststellen, dass er sich immer weiter dehnte ohne wieder zurück zu federn - das Gummi war schon zu alt und irgendwie morsch geworden. Also habe ich einen neuen Faden gekauft, die alten herausgezogen und den Neuen mit einer dicken Nadel vorsichtig unter den Zickzackstichen eingefädelt. Von außen sieht man es zum Glück gar nicht und so konnte ich mir das Auftrennen sparen.

Insgesamt ließ sich der Schnitt gut nähen und ich würde ihn auch noch einmal vernähen. Einzig am Reißverschluss musste ich etwas herumprobieren. Durch den lockeren Schnitt schlug er am Rückenteil leichte Wellen, was sich erst durch starkes Einhalten des Stoffs halbwegs beheben ließ. Insgesamt bin ich jedoch sehr zufrieden mit dem fertigen Jumpsuit und der Sparfuchs in mir freut sich darüber, dass die Materialkosten nur etwas 1/6 so hoch waren wie der Kaufpreis für den Hilfiger-Overall.

Erste Trageversuche auf der Straße haben ergeben, dass manche Leute doch gestutzt und mich wegen des auffälligen Musters etwas verwundert gemustert haben :D 

Diesen Post habe ich auch beim Me Made Mittwoch verlinkt.

Wie steht ihr zu solchen wild gemusterten Sachen?