Mittwoch, 27. April 2016

Nadel und Faden: Das Hippiekleid



Schon als ich die Burdastyle 03/2013 erstmals durchgeblättert habe, fiel mir sofort dieses Kleid ins Auge. Es wirkte so schön leicht und verspielt, aber sah trotzdem cool aus. Zwar nicht gerade ein Kleid fürs Büro, aber perfekt für die Freizeit. Als ich dann irgendwann durch Zufall einen ganz ähnlichen Stoff über Ebay entdeckt habe, musste ich das Kleid ja nähen.

Bildquelle: Burdastyle

Auch wenn die Originalstoffe der Burdamodelle oft wunderschön sind, orientiere ich mich nur selten an ihnen. Das Nachkaufen über Alfatex ist mir zu teuer (denn meistens kosten die verwendeten Stoffe mindestens 30 € pro Meter) und so habe ich mich umso mehr über meinen Ebay-Schnapp gefreut! Kaum war das Päckchen angekommen, habe ich mich auf das Zuschneiden und Nähen gestürzt. Der Baumwollstoff ließ sich wie erwartet prima verarbeiten. Durch das kleinteilige Muster fielen auch kleine Fehler viel weniger auf, als es bei einem uni-farbenem Stoff der Fall gewesen wäre.

Die Kanten der Ärmel habe ich mit sehr feinem Zickzackstich versäubert. Dabei sind sie sogar ziemlich glatt geblieben, auch wenn mich leichte Wellen nicht gestört hätten. Mein Näheifer wurde nur etwas gebremst, als das Anpassen des Oberteils nicht so problemlos verlief wie erwartet. Auf den ersten Blick wirkte der Schnitt nicht allzu schwer, da er mit Ausnahme des Oberteils nicht sehr figurnah gearbeitet werden musste. Da das Kleid jedoch ein doppeltes Oberteil hat – die Flatterärmel und ein Bustier darunter – bedeutete das Nähen einigen Zeitaufwand. Mehrmals musste ich die Weite über die Seitennähte anpassen und die Länge der Träger verändern bis das Bustier richtig passte. Es waren einige aufgetrennte Nähte und ziemliches Gefriemel notwendig. Als dieser Teil jedoch endlich geschafft war, ging der Rest ziemlich schnell: Um das Ganze dann zusammen zu fügen, habe ich die Ärmeln und das Bustier einfach aufeinander gelegt und zusammen gefasst an das Rockteil gesteppt. Das sah dann zwar von innen ein bisschen knubbelig aus, aber von außen war alles ok.

Das Hochzeitskleid Nr. 132, das auf demselben Schnittmuster basiert, ist entlang der Naht zwischen Ober- und Rockteil noch zusätzlich mit kleinen Perlchen und Pailletten verziert. Das gefiel mir so gut, dass ich mein Kleid auch verziert habe. Allerdings habe ich die Perlen nicht einzeln aufgestickt, sondern eine fertige Paillettenborte appliziert.

Erstmals habe ich diesen Post auch beim Me Made Mittwoch verlinkt.

Hier noch ein paar Bilder des fertigen Kleides: