Mittwoch, 2. August 2017

Nadel und Faden: Das gestreifte Jerseykleid

Eigentlich vernähe ich sonst eher selten Jerseystoffe (wieso eigentlich?), aber hier habe ich mich mal daran gemacht. Den Stoff habe ich in einem kleinen Stoffgeschäft gefunden, aber ich glaube es gab den gleichen Stoff sogar mal vor Jahren bei Alfatex.

Damit das Streifenmuster nicht nur in eine Richtung zur Geltung kommt, habe ich nach einem Schnittmuster gesucht, bei dem der Fadenlauf etwas variiert. Entscheiden habe ich mich dann für das Modell 109 aus der Burda 06/2010.


Bildquelle: Burdastyle

Erfreulicherweise hat der Schnitt auch nahezu ohne Anpassungen gepasst. Die Seitenteile des Oberteils werden an den Kanten leicht eingereiht und dann an das Rockteil gesteppt. Die Ärmel werden an der oberen Armkugel ebenfalls leicht gefältelt, einen Reißverschluss o.ä. braucht das Kleid gar nicht.

Im Vergleich zu den Kleidern wie ich sie sonst nähe (aus nicht dehnbaren Stoff, mit Reißverschluss und meistens gefüttert), was dieses Kleid ein echtes Blitzprojekt!
Insgesamt gefällt mir das Ergebnis ganz gut. Allerdings nähe ich sonst häufiger Kleider mit weiter geschnittenen Röcken. Bei diesem Kleid musste ich einmal mehr feststellen, dass schmale Röcke irgendwie schwierig zu tragen sind – würde ich das Kleid noch einmal nähen, würde ich den Rock 20 cm verlängern. Getragen zu flachen Schuhen sieht das dann aber irgendwie lahm aus, ein kürzerer Rock wirkt eindeutig flotter.

Also trage ich das Kleid in meiner Freizeit und werde aber bei künftigen Projekten wieder auf weitere und knielange Röcke setzen.
  
Dieser Post ist verlinkt beim AfterWorkSewing.




Mittwoch, 21. Juni 2017

Nadel und Faden: Das weiße Top mit Spitze



Heute habe ich es endlich geschafft einen Post fertigzustellen - die Fotos sind schon vor einigen Wochen entstanden und jetzt gibts auch den Text dazu:

Vorlage für das weiße Top ist das folgende Kleid aus der Burda 05/2013.





Bildquelle: Burdastyle

Alle Modelle aus dieser Fotostrecke sehen so schön sommerlich aus und das Kleid Nr. 126 hatte es mir gleich angetan. Weil ich ein weißes Kleid aber nicht sehr alltagstauglich finde, habe ich den Schnitt kurzerhand als Oberteil genäht. Da das Rockteil an der Taille unter dem Spitzenband ansetzt, musste hier keine Änderung vorgenommen werden, ich habe es lediglich in der Länge gekürzt.

Als Material kam ein weißer Batist zum Einsatz. Da er allerdings leicht durchsichtig ist, habe ich den Stoff im oberen Teil gedoppelt. Ab der Taille ist der Stoff dann einfach verarbeitet. Das Nähen ist an sich nicht schwer, aber nach dem Zusammennähen musste ich feststellen, dass der Ausschnitt zu weit war und dadurch komisch abstand. Irgendwie stehen meine Schultern zu eng zusammen für die meisten Burdaschnitte. Also habe ich vorne und hinten noch je zwei kleine Fältchen eingearbeitet um ein bisschen der Weite wegzunehmen. Zum Glück fällt es nicht so arg auf und wegen der übrigen Falten an der Taille passt es auch irgendwie zum Modell.

Nicht so gefallen hat mir an dem Schnitt, dass am Rücken gefühlt sehr viel Stoff vorhanden ist. Also habe ich hier nochmal etwas Länge weggenommen und trotzdem bauscht sich das Top am Rücken... naja, nochmal würde ich den Schnitt nicht nähen aber Versuch macht klug.

Als Taillenband habe ich ein weißes Spitzenband per Hand angebracht und fertig.

Dieser Post ist verlinkt beim MaMadeMittwoch und dem AfterWorkSewing.
Habt einen schönen Mittwoch :)












Mittwoch, 31. Mai 2017

Zopfmuster: Das Hippie-Häkeltop


Häkeln tue ich eher selten und wenn, dann auch mehr als Beschäftigung und nicht um ein fertiges Stück zu erreichen.
Auch mit diesem Top habe ich begonnen, weil ich ein Beschäftigungsprojekt suchte. Die Vorlage stammt aus einem alten Filatiheft und das Muster hat mir sofort gut gefallen. Da Orange nicht so meine Farbe ist, habe ich mich für ein helles Türkis entschieden. Die Wolle habe ich (so wie fast immer) bei Wolle Rödel erstanden. Es handelt sich um ein Baumwollgarn, das mit Nadelstärke 3 verarbeitet werden kann. Diese Stärke fand ich auch wirklich angenehm - denn wenn das Garn noch dünner ist kommt man ja gar nicht mehr voran. 


Hier das Originalmodell:


Bildquelle: Filati

Das Vorder- und Rückenteil besteht aus je 5 x 6 Blumen, die zunächst einzeln und erst in der letzten Runde des Elements aneinander gehäkelt werden. Theoretisch könnte man sie auch alle einzeln arbeiten und erst zum Schluss zusammen nähen. Die Säume an den Armen und der unteren Kante wurden zuletzt noch mit einer Muschelborte umhäkelt. 


Das Häkelmuster für die einzelnen Blumen ist leicht zu merken und daher muss man nicht mal eine Vorlage mit sich herumtragen. Pro Blume habe ich circa 20 Minuten benötigt, d.h. bei je 30 Blumen für Vorderteil und Rücken waren das etwa 20 Stunden zuzüglich der Zeit zum Fäden vernähen... Das Ziel der langfristigen Beschäftigung war somit auf jeden Fall gegeben :)


Das fertige Stück gefällt mir auch sehr gut, auch wenn meine Schwester es als "Topflappenoberteil" bezeichnet :D 

Und was sagt ihr so zu gehäkelten Kleidungsstücken? Tragbar oder herrscht Topflappen-Alarm?

Dieser Post ist verlinkt beim MeMadeMittwoch.





Sonntag, 16. April 2017

FROHE OSTERN

Ich wünsche euch FROHE OSTERN, schöne Feiertage und viel Spaß beim Eier suchen und allen weiteren Oster-Aktivitäten :)

Mittwoch, 5. April 2017

Nadel und Faden: Das türkise Kleid




Endlich ist Frühling und vor allem am vergangenen Freitag war es bei uns wunderbar warm und sonnig. Da habe ich gleich die Gelegenheit genutzt, meine Schwester als Fotografin geschnappt und ein paar Bilder meines türkisfarbenen Kleides gemacht.  

Schnittmuster: Grundlage für das Kleid ist ein Schnittmuster aus der Burda (damals noch Modemagazin) 03/2007 - eigentlich ein Hochzeitskleid, dessen Schnitt sich aber auch problemlos für ein alltagstaugliches Kleid abwandeln lässt. Mir gefällt vor allem der hohe Ausschnitt, durch den das Kleid ein bisschen retro wirkt und mit einem Jäckchen auch bürotauglich ist.

Bildquelle: Burdastyle

Das Material: Für das Kleid habe ich einen Ausbrennerstoff aus Baumwolle verwendet, den ich bei Karstadt erstanden habe, sowie farblich passenden Futterstoff aus Viskose. Darüber hinaus wurden nur etwas Vlieseline und ein nahtverdeckter Reißverschluss benötigt.

Das Nähen: Der Baumwollstoff ließ sich sehr gut verarbeiten und auch am Schnitt waren erfreulicherweise nur wenige Änderungen nötig. Das mittlere Vorderteil war etwas zu breit, wodurch die Träger entweder fast seitlich von den Schultern gerutscht oder der Stoff mittig als kleiner Wasserfall zusammen gefallen wäre. Beides sah doof aus und so habe ich das Vorderteil etwas schmaler gemacht und die Träger dadurch quasi nach innen gesetzt. Die Kanten des Oberteils habe ich nach dem Verstürzen von Oberstoff und Futter nur gebügelt und nicht abgesteppt damit nicht so viele Nähte zu sehen sind. Es hält aber dank des pflegeleichten Stoffes gut und kann auch nach dem Waschen problemlos wieder in Form gebügelt werden.

Fazit: Obwohl ich das Kleid schon vor einigen Jahren genäht habe, trage ich es noch immer sehr gerne. Es kam bis jetzt in jedem Frühling und Sommer mehrfach zum Einsatz und ich würde den Schnitt auch noch einmal nähen.

Der Luftballon war übrigens ein Geburtstagsgeschenk für meine Schwester, den ich noch netterweise als Fotorequisite verwenden durfte :) Es gibt ihn zum Beispiel hier zu kaufen.

Mit meinem heutigen Post nehme ich am MeMadeMittwoch und beim AfterWorkSewing teil. Habt einen schönen Mittwoch :)





Mittwoch, 29. März 2017

Zopfmuster: Die grüne Gartenstrickjacke


Am Wochenende war es wunderbar sonnig bei uns, aber ohne Jacke oder Pullover trotzdem noch zu kalt. Da ich die dicken Jacken jedoch nicht mehr sehen kann, habe ich mal wieder meine „Gartenjacke“ ausgeführt. Die heutige Strickjacke habe ich eigentlich mal ganz ohne botanischen Hintergrund gestrickt, doch heute trage ich sie am liebsten beim Gärtnern oder Spazieren gehen.

Vorlage für die Strickjacke war ein Modell aus der Verena Herbst 2004. Hier war die Jacke allerdings tiefbraun mit einer türkisfarbenen Knopfleiste. Diese Farbgebung habe ich etwas abgewandelt - statt braun (gar nicht meine Farbe) und türkis ist meine Jacke olivgrün und rosa geworden. Als Material habe ich (wie auch bei meinem roten Pulli) die Wolle Sienna von Wollerödel verwendet. Das Grundmodell ist ganz einfach glatt rechts, die Bündchen und die Knopfleiste sind im Rippenmuster gestrickt. Vor dem Zusammennähen der Teile habe ich sie Ärmel und Vorderteile bestickt. Hierfür habe ich Stickvlies verwendet, das einfach bei den Stickereien mitgefasst wird und dafür sorgt, dass der „Stoff“ in Form bleibt und sich beim Sticken nicht dehnt oder verzieht.

Nach einigem Tragen habe ich mit dann dafür entschieden, die Knopfleiste zuzunähen, da sie häufig aufgeklafft hat oder die (sehr glatten) Perlmuttknöpfe aus den Knopflöchern gerutscht sind. Katharina von Fröbelina hat auf ihrem Blog eine tolle Anleitung zur Verstärkung von Knopfleisten – bei Gelegenheit werde ich das mal bei meiner Jacke ausprobieren.

Ich nehme mit meinem Post am MeMadeMittwoch teil.

Habt ihr vielleicht weitere Tipps was Stickereien auf Strick angelangt?



Dienstag, 28. März 2017

Bastelkiste: Blumen-Experimente


Blumen finde ich (wie vermutlich jede Frau) total schön. Ich mag sie im Garten, auf der Wiese, im Haus, auf Kleidungsstücken und auf Bildern, ganz egal. Am liebsten hätte ich immer frische Blumen im Haus. Das kann aber auch ganz schön ins Geld gehen und was das Arrangieren von "einfachen" gekauften Blumen angeht (ich meine die aus dem Supermarkt in Klarsichtfolie) war ich immer etwas unbeholfen.
Aber da es ja fast kein Thema gibt zu dem man an der Volkshochschule keinen Kurs besuchen kann, habe ich kürzlich an einem Kurs für florale Gestaltung teilgenommen. Und was soll ich sagen - es war super! Bislang habe ich Blumen ausschließlich mit klassischen Sträußen in mehr oder minder hohen Vasen verbunden. Aber es geht auch ganz anders, nämlich als Kranz oder Gesteck. In dem Kurs durften wir uns nach kurzer Anleitung frei austoben und diverse Frühlingsblumen und anderes Grünzeug verwursten. Dabei sind die folgenden drei Erstlingswerke entstanden auf die ich stolz wie Bolle bin :) 

Der Kranz und die Gestecke sind jeweils mit Moosi unterlegt, ansonsten jedoch nur gesteckt, sodass sie ganz ohne weitere Hilfsmittel wie Draht o.ä. halten. Der Vorteil hier ist auch, dass die Blumen und Zweige gar keine langen Stängel brauchen, sondern auch kleine oder abgebrochene Blümchen (so wie ich sie zu 99% im Garten habe) noch Verwendung finden. Mit regelmäßigem Gießen sollen sie sich auch mehrere Wochen halten. Ich bin gespannt und schon ganz Feuer und Flamme mich auch an weiteren botanischen Experimenten zu versuchen.

Dieser Post ist verlinkt beim Creadienstag, den Dienstagsdingen und dem Handmade on Tuesday.






Dienstag, 7. März 2017

Bastelkiste: Der Tilda-Frühlingskranz


Anlässlich eines runden Geburtstags in der Familie habe ich diesen Kranz als Geschenk genäht. Schließlich ist es nicht so leicht, ein passendes Geschenk zu finden (da ja eigentlich jeder alles hat was er braucht), aber etwas Selbstgemachtes zeigt immer, dass sich der Schenkende zumindest Gedanken gemacht und sich bemüht hat.

Da der Frühling vor der Tür steht ist in Anlehnung an die süßen Figuren aus den Tilda-Büchern dieser Kranz entstanden. Die Vorlage für die Gänse und genähten Eier habe ich aus dem Buch „Crafting Springtime Gifts" von Tone Finnanger entnommen. Die Vorlagen für die Hasen und Tulpen sind selbst gezeichnet.

Für die Figuren habe ich einige vorhandene Stoffe sowie ein paar neu hinzugekaufte Baumwollstoffe verwendet. Die einzelnen Elemente bestehen jeweils nur aus Vorder- und Rückseite und sind mit Füllwatte ausgestopft. Damit ich die Figuren exakt und möglichst ohne Ecken nähen konnte, habe ich den Papierschnitt beim Nähen an den Stoff geheftet und ihn vorsichtig umnäht. Danach habe ich die Nahtzugaben sehr knapp zurück- und an den Bogen der Figuren auch leicht eingeschnitten, die Teile gewendet, mit Füllwatte befüllt und zugenäht. Einige Figuren habe ich noch mit Bändern, Schleifen, Knöpfen und Spitze verziert und die Gesichter der Hasen mit Augen und Nasen bestickt.



Als Basis wollte ich einen Strohkranz verwenden und ihn mit Streifen aus grünem Stoff umwickeln, damit er nicht so nackig aussieht. Im Geschäft (idee) erfuhr ich dann jedoch von der Verkäuferin, dass sie die Strohkränze nur in der Weihnachtszeit führen – hmpf. Also habe ich mich für einen frisch gebundenen Kranz entschieden. Ich glaube, er besteht aus Ginster und er riecht sehr gut. Die Verkäuferin hat mir auch versichert, dass er lange halten würde, man darf gespannt sein.

Damit die Figuren gut halten habe ich sie knallhart an dem Kranz festgenäht. Die Rückseite sieht nun zwar nicht sehr dekorativ aus, aber eine bessere Lösung fiel mir nicht ein – habt ihr da Tipps? Die verbliebenen Lücken habe ich dann mit künstlichen Blumen von Depot, Bommeln aus Wolle und kleinen Deko-Schmetterlingen gefüllt.

So und nun muss nur noch das Wetter zu der frühlingshaften rosa Hasenexplosion passen und dann bin ich zufrieden.

Habt ihr schon mal solche Kränze gebastelt? Was habt ihr als Grundgerüst verwendet und wie die Elemente daran befestigt?

Dieser Post ist heute verlinkt beim Creadienstag, den Dienstagsdingen und Handmade on Tuesday.






Dienstag, 28. Februar 2017

Nadel und Faden: Das Star-Trek-Kostüm Teil 2


Auf der Suche nach einer Kostümidee sind mir die spacigen Schnittmuster aus der Burda Januar 2005 ins Auge gefallen. Ich finde sowieso, dass in den Burdaheften der Nullerjahre ganz viele tolle Schnittmuster für Faschingskostüme enthalten waren. In den letzten Jahren gab es meist nur Schnittmuster für Kinder – die sind zwar sehr süß, helfen mir aber nicht weiter. Erwachsene wollen sich doch auch verkleiden! :)


Bildquelle: Burdastyle

Also habe ich das Schnittmuster für das Space-Kostüm ausgewählt und mir nahezu alle Materialien über Butinette bestellt. Mein Kleid besteht aus Folienjersey in silber und türkis sowie schwarzem Satin.
Nach dem Zuschnitt habe ich die Satinteile für mein Kostüm mit Volumenvlies verstärkt und den Kragen mit fester Einlage. Nachdem er zunächst noch ein bisschen geschlackert hat, war er nach einer weiteren aufgebügelten Lage Vlieseline fast etwas zu steif und liegt nun nicht ganz exakt rund. Vielleicht werde ich das nochmal anpassen, aber sicher erst nach Fasching. 

Am Schnitt für das Kleid waren nur einige Änderungen an der Taille/ Hüfte notwendig, der Rest passte auf Anhieb. Die Schulterpolster und Armstulpen habe ich nach dem Zusammennähen und Wenden der Teile in Streifen abgesteppt, ebenso die Passe am Saum des Kleides. Insgesamt ließen sich die Materialien 1A vernähen, vor allem der Folienjersey hat weder geflust noch gefranst, sodass ich  mir sogar das Versäubern gespart habe.
Die Armstulpen lassen sich mit Klettverschluss schließen, aber nach der ersten vollständigen Anprobe habe ich sie noch zusätzlich mit einigen Stichen an den Ärmeln befestigt. So bleiben sie schön an Ort und Stelle und rutschen nicht auf die Handgelenke.

So tolle Stiefel auf dem Foto hatte ich leider nicht im Kostümfundus und so habe ich noch ein paar Stiefelstulpen aus Kunstleder dazu genäht. Für mein Kostüm habe ich mir das ganz gespart und einfach eine Overknee-Strumpfhose angezogen.

Dieser Post ist heute verlinkt beim Creadienstag, den Dienstagsdingen und Handmade on Tuesday.
Habt einen schönen Faschingsdienstag! :)